Ist das Röntgen beim Kieferorthopäden schädlich?

Wer zum Kieferorthopäden geht, muss früher oder später einmal Röntgenbilder von seinem Kiefer und seinen Zähnen anfertigen lassen. Welchen Zweck die Röntgenaufnahmen erfüllen, wie viele davon benötigt werden und ob das Röntgen beim Kieferorthopäden schädlich ist, erklären wir Ihnen hier!

Wann wird beim Kieferorthopäden geröntgt?

Um das Wachstum der Kiefer und des Gesichtsschädels beurteilen und eine fundierte Diagnose stellen zu können, fertigt der Kieferorthopäde vor Behandlungsbeginn zwei Röntgenaufnahmen an (OPG und FRS). Beide sind elementarer Bestandteil der diagnostischen Unterlagen.

Wie viele Röntgenbilder braucht der Kieferorthopäde?

In der Regel werden beim Kieferorthopäden zwei Röntgenbilder zu Beginn der Therapie gemacht: das Fernröntgenseitbild (FRS) und eine Panoramaschichtaufnahme, das OPG. Mit der Übersichtsaufnahme (OPG) lässt sich der Zahnstatus ermitteln, die Knochen und Kiefergelenksstrukturen beurteilen und auch Zahnnichtanlagen und entzündliche Prozesse ausschließen. Sehr gut lässt sich mit dieser Aufnahme auch erkennen, wann die bleibenden Zähne beim Kind/Jugendlichen durchbrechen und ob die Zahnwurzelverhältnisse normal sind. Zahnnichtanlagen und Verlagerungen sind ebenfalls schnell zu erkennen.

Das Fernröntgenseitbild gibt eine Auskunft darüber, wie der Unterkiefer wächst, welche Schädelstruktur der Patient hat und wie die Frontzähne im Knochen stehen. Die Zahnbewegung kann daran exakt geplant werden.

Eine Aufnahme der Handwurzel wird mit der Indikation gemacht, um die noch ausstehende Wachstumsdynamik des Kiefers abzuschätzen und somit unterstützend einen Anhaltspunkt darüber zu geben, inwieweit Wachstumsimpulse die kieferorthopädische Therapie positiv oder negativ beeinflussen können. Die Indikation zur Anfertigung dieser Aufnahme ist sehr begrenzt.

Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

In den meisten Praxen ist die digitale Röntgentechnik heute der Standard. Analoge Röntgenbilder sind mittlerweile die Ausnahme. Durch die technische Weiterentwicklung in der Röntgentechnik werden die Bilder immer aussagekräftiger und weniger strahlenbelastend. Die Exposition ist im Verhältnis zu früheren Zeiten stark reduziert. So hat ein Langstreckenflug von Frankfurt nach New York eine höhere Strahlenbelastung als eine Röntgenübersichtsaufnahme.

Der Grenzwert für die effektive Strahlendosis zum Schutz von Einzelpersonen wurde vom Bundesamt für Strahlenschutz auf 1000 Millisievert pro Kalenderjahr festgelegt. Medizinische Strahlenanwendungen sind zwar von den Begrenzungen der Strahlenschutzverordnung ausgeschlossen, aber man bräuchte rund 100 Röntgenaufnahmen (OPG), um diesen Wert überhaupt zu erreichen.

Röntgen bei Ihrem Kieferorthopäden in Wuppertal

Sie möchten mehr über das Röntgen von Zähnen oder das Röntgen von Ihrem Kiefer wissen? Dann vereinbaren Sie gerne einen unverbindlichen Beratungstermin in der kieferorthopädischen Praxis in Wuppertal. Sie erreichen uns unter der Nummer 0202 55 46 39 oder über das Kontaktformular auf unserer Homepage. In einem persönlichen Gespräch können wir Sie anhand Ihres Befundes ausführlich beraten und aufklären. Wir freuen uns, Sie bald in der Praxis Kieser & CO begrüßen zu dürfen.